Ochotnikov-Barsois

Einer bleibt selten allein

Einer ist gar nichts, ein Zweiter muss her.
Ein Dritter ist einfach, ein Vierter nicht schwer.
Ein Fünfter erfreut Dich, mit dem Sechsten wird’s geh'n.
Ein Haus voller Hunde macht's Leben erst schön!
Warum nicht noch einen, Du traust Dich, nicht wahr?
Es ist doch ganz einfach, aber, mein Gott, das Haar …
Ein Hund auf dem Sofa, ein anderer im Bett.
Hungrige Mäuler in der Küche, das findest Du nett?
Sie hören auf's Wort, sind gar kein Problem,
wenn's noch einer mehr ist, wird’s immer noch geh'n.
Die Möbel sind staubig, die Fenster nicht klar,
der Boden ist schmutzig, das Sofa voll Haar.
Es leidet der Haushalt, man nimmt's kaum noch wahr,
die Nasenabdrücke und überall Haar!
So suchen wir Platz, der neue Welpe ist topp.
Wir finden schon Zeit, für Besen und Mopp.
Es gibt kaum ein Limit, dem Himmel sei Dank!
Ihre Zahl zu verringern – der Gedanke macht krank!
Jeder ist anders, Du weißt, wer da bellt.
Das Futter ist teuer, der Tierarzt kriegt Geld.
Die Familie bleibt weg, Freunde lass'n Dich in Ruh',
siehst nur noch Hundeleute, die leben wie Du.
Die Blumen sind tot, der Rasen ist hin,
am Wochenende hast Du and'res im Sinn.
Man meldet und reist, so ist der Trott.
Dazu noch Hundesteuer, bald bist Du bankrott!
Ist es das wert, was machst du da bloß?
Da kommt Dein Liebling, springt Dir auf den Schoß.
Sein Blick wärmt Dein Herz, um Nichts auf der Welt,
gäbst Du Einen nur her, was bedeutet schon Geld?
Der Winter ist mühsam, mal kalt und mal rau.
Die Hunde sind schmutzig und Du bist ganz blau!
Manch Abend ist grässlich, manchmal schreist Du im Haus,
denn die Hunde auf'm Sofa, die wollen nicht raus!
Es muss wohl was wert sein, es muss Dir was geben,
sie lieben Dich alle, die Hunde in deinem Leben.
Alles hat sich verändert, nichts ist mehr gleich!
Du liebst Deine Hunde und Deine Seele ist reich !!!


                                                                          Verfasser unbekannt

 

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